
Lesen und Schreiben mit der Montessori-Methode
Autorin: Elisabet Rodriguez Dominguez | Logopädin und Leiterin eines Zentrums für Logopädie, Psychologie und Neurologopädie sowie Spezialistin für Legasthenie @cler_logopedia

Bei der Montessori-Methode handelt es sich um einen inspirierenden Ansatz für Eltern, Lehrer und Therapeuten. Maria Montessori, die Begründerin der Montessori-Methode, lädt uns dazu ein, den Kindern zu vertrauen: Sie sind die Hauptakteure ihres eigenen Lernprozesses. Durch diese Methode werden ihre Selbstständigkeit gefördert und ihre Interessen in Bezug auf bestimmte Fähigkeiten berücksichtigt.
María lädt uns dazu ein, die Rolle des Erwachsenen, der vermittelt und lehrt, in eine begleitende Rolle zu verwandeln und Begriffe wie „Bildung“ oder „Schule“ auf ganz neue Weise zu verstehen.
Die Montessori-Methode lässt sich in vielen Bereichen anwenden (zu Hause, in der Schule …), darunter auch beim Lesen- und Schreibenlernen.
Das Lesen- und Schreibenlernen ist eines der WICHTIGSTEN SCHULISCHEN ANLIEGEN von Eltern. Es gibt zwar noch Schulen, die diesen Lernprozess im Unterricht fördern, aber es werden immer weniger. In der Realität zeigt sich aber, dass unsere bisherigen Methoden nicht besonders effektiv sind. Nur weil Kinder in die Vorschule oder Grundschule kommen, sind sie noch lange nicht bereit für den komplexen und langwierigen Prozess des Lesen- und Schreibenlernens.
Beim Lesen- und Schreibenlernen fördert die Montessori-Methode die Entwicklung und den Erwerb dieser Fähigkeiten durch praktische, aufeinander aufbauende Aktivitäten. Dabei wird eine geeignete Umgebung geschaffen und VOR ALLEM auf den ENTWICKLUNGSSTAND und die KOGNITIVE ENTWICKLUNG jedes einzelnen Kindes eingegangen, UNABHÄNGIG von dessen Alter.

Unter kognitiven Fähigkeiten versteht man jene, die mit der Informationsverarbeitung zusammenhängen (Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis, Konzentration, Problemlösung, Selbstregulierung (z. B. still sitzen)).
Durch Spiele und Materialien, die für den Entwicklungsstand des Kindes angemessen sind, erwirbt und entwickelt es die Fähigkeiten zum Lesen und Schreiben – ein sehr komplexer und langwieriger Prozess, den jedes Kind in seinem eigenen Tempo durchlaufen muss.
Sobald das Kind Interesse an Buchstaben zeigt, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, Materialien vorzustellen, die mit der Welt des Lesens und Schreibens zu tun haben.
In unserer Gesellschaft wissen wir ganz genau, dass ein Baby mit fünf Monaten noch nicht sprechen kann. Wir haben verstanden, dass es das ganz von selbst und schrittweise tun wird, je nach seinen kognitiven Fähigkeiten. Genau das Gleiche gilt für den Prozess des Lesen- und Schreibenlernens: Es wird ganz von selbst und schrittweise geschehen, zu seiner Zeit – wenn wir dem Kind die richtigen Werkzeuge an die Hand geben und ihm den nötigen Raum, die Zeit und die kognitive Entwicklung dafür bieten.
Wo fange ich an?
Vor nicht allzu langer Zeit haben wir gelernt, das Alphabet von A bis Z mit den NAMEN der Buchstaben aufzusagen, aber es ist erwiesen, dass diese Lernmethode bei Kindern zu größeren Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen führte, vor allem bei Kindern mit Lese- und Schreibstörungen (Legasthenie).
Bei der Montessori-Methode fängt man damit an, ein phonologisches Bewusstsein für Laute zu entwickeln. Man verbindet also jeden Buchstaben mit einem Laut.
/M/ = mmmm /S/ = sssssss
Die Kinder merken so, dass Wörter aus verschiedenen Lauten bestehen, und lernen später, einen Laut mit seiner Schreibweise (Buchstaben) in Verbindung zu bringen.
Die Montessori-Methode setzt sehr handlungsorientierte und sensorische Aktivitäten ein, die alle Sinneskanäle der Kinder ansprechen (Sehen, Tasten, Hören, Schmecken und Riechen).
So werden Buchstaben nicht nur über das Sehen vermittelt, sondern wir bieten den Kindern auch sensorische Materialien in einer geeigneten Reihenfolge an, wie zum Beispiel:
Es ist wichtig, motivierende Aktivitäten anzubieten, die die Neugier der Kinder wecken, ihre Aufmerksamkeit erregen und dafür sorgen, dass sie bei der Sache bleiben. Wenn Kindern neues Wissen auf motivierende Weise vermittelt wird, haben sie eine positive Lernerfahrung und lernen dadurch effektiver.
Um richtig lesen zu lernen, muss man mit Buchstaben umgehen können, mit ihnen spielen, sie umstellen, ihre Schreibweise und ihren Klang erkennen, ihre Beziehungen untereinander verstehen und sie miteinander kombinieren. Dieser komplexe Prozess bietet unzählige Möglichkeiten für handlungsorientierte und sensorische Aktivitäten, die diesen Prozess auf spielerische Weise fördern.
Erinnert ihr euch noch an das virale TikTok-Video, in dem ein Kind jeden Buchstaben von „welcome“ vorliest und der Vater danach fragt: „Was steht da?“ Und das Kind antwortet: „Teppich“ – denn lesen zu können bedeutet nicht, die Namen der Buchstaben zu kennen. Lesen zu können bedeutet, Buchstaben, Silben und Wörter flüssig miteinander zu verbinden und vor allem zu verstehen; ohne Verständnis gibt es kein Lesen.
Damit Kinder effektiv Lesen und Schreiben lernen, brauchen sie die richtigen Materialien und müssen in ihrem eigenen Tempo und zum richtigen Zeitpunkt gefördert werden.

Bei der Montessori-Methode handelt es sich um einen inspirierenden Ansatz für Eltern, Lehrer und Therapeuten. Maria Montessori, die Begründerin der Montessori-Methode, lädt uns dazu ein, den Kindern zu vertrauen: Sie sind die Hauptakteure ihres eigenen Lernprozesses. Durch diese Methode werden ihre Selbstständigkeit gefördert und ihre Interessen in Bezug auf bestimmte Fähigkeiten berücksichtigt.
María lädt uns dazu ein, die Rolle des Erwachsenen, der vermittelt und lehrt, in eine begleitende Rolle zu verwandeln und Begriffe wie „Bildung“ oder „Schule“ auf ganz neue Weise zu verstehen.
Die Montessori-Methode lässt sich in vielen Bereichen anwenden (zu Hause, in der Schule …), darunter auch beim Lesen- und Schreibenlernen.
Das Lesen- und Schreibenlernen ist eines der WICHTIGSTEN SCHULISCHEN ANLIEGEN von Eltern. Es gibt zwar noch Schulen, die diesen Lernprozess im Unterricht fördern, aber es werden immer weniger. In der Realität zeigt sich aber, dass unsere bisherigen Methoden nicht besonders effektiv sind. Nur weil Kinder in die Vorschule oder Grundschule kommen, sind sie noch lange nicht bereit für den komplexen und langwierigen Prozess des Lesen- und Schreibenlernens.
Beim Lesen- und Schreibenlernen fördert die Montessori-Methode die Entwicklung und den Erwerb dieser Fähigkeiten durch praktische, aufeinander aufbauende Aktivitäten. Dabei wird eine geeignete Umgebung geschaffen und VOR ALLEM auf den ENTWICKLUNGSSTAND und die KOGNITIVE ENTWICKLUNG jedes einzelnen Kindes eingegangen, UNABHÄNGIG von dessen Alter.

Unter kognitiven Fähigkeiten versteht man jene, die mit der Informationsverarbeitung zusammenhängen (Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis, Konzentration, Problemlösung, Selbstregulierung (z. B. still sitzen)).
Durch Spiele und Materialien, die für den Entwicklungsstand des Kindes angemessen sind, erwirbt und entwickelt es die Fähigkeiten zum Lesen und Schreiben – ein sehr komplexer und langwieriger Prozess, den jedes Kind in seinem eigenen Tempo durchlaufen muss.
Sobald das Kind Interesse an Buchstaben zeigt, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, Materialien vorzustellen, die mit der Welt des Lesens und Schreibens zu tun haben.
In unserer Gesellschaft wissen wir ganz genau, dass ein Baby mit fünf Monaten noch nicht sprechen kann. Wir haben verstanden, dass es das ganz von selbst und schrittweise tun wird, je nach seinen kognitiven Fähigkeiten. Genau das Gleiche gilt für den Prozess des Lesen- und Schreibenlernens: Es wird ganz von selbst und schrittweise geschehen, zu seiner Zeit – wenn wir dem Kind die richtigen Werkzeuge an die Hand geben und ihm den nötigen Raum, die Zeit und die kognitive Entwicklung dafür bieten.
Wo fange ich an?
Vor nicht allzu langer Zeit haben wir gelernt, das Alphabet von A bis Z mit den NAMEN der Buchstaben aufzusagen, aber es ist erwiesen, dass diese Lernmethode bei Kindern zu größeren Schwierigkeiten beim Lesen- und Schreibenlernen führte, vor allem bei Kindern mit Lese- und Schreibstörungen (Legasthenie).
Bei der Montessori-Methode fängt man damit an, ein phonologisches Bewusstsein für Laute zu entwickeln. Man verbindet also jeden Buchstaben mit einem Laut.
/M/ = mmmm /S/ = sssssss
Die Kinder merken so, dass Wörter aus verschiedenen Lauten bestehen, und lernen später, einen Laut mit seiner Schreibweise (Buchstaben) in Verbindung zu bringen.
Die Montessori-Methode setzt sehr handlungsorientierte und sensorische Aktivitäten ein, die alle Sinneskanäle der Kinder ansprechen (Sehen, Tasten, Hören, Schmecken und Riechen).
So werden Buchstaben nicht nur über das Sehen vermittelt, sondern wir bieten den Kindern auch sensorische Materialien in einer geeigneten Reihenfolge an, wie zum Beispiel:
- Buchstaben aus Sandpapier, bei denen die Kinder mit dem Finger der Kontur des Buchstabens folgen und dabei eine andere Struktur spüren.
- Sensorische Tabletts mit farbigem Sand oder Salz, auf denen sie Buchstaben mit dem Finger zeichnen und sich so mit den Schriftzeichen vertraut machen können.
- Montessori-Tafeln, wir haben 3 Typen und müssen die richtige Reihenfolge einhalten
- Ein bewegliches Alphabet, das ein wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses sein wird.
Es ist wichtig, motivierende Aktivitäten anzubieten, die die Neugier der Kinder wecken, ihre Aufmerksamkeit erregen und dafür sorgen, dass sie bei der Sache bleiben. Wenn Kindern neues Wissen auf motivierende Weise vermittelt wird, haben sie eine positive Lernerfahrung und lernen dadurch effektiver.
Um richtig lesen zu lernen, muss man mit Buchstaben umgehen können, mit ihnen spielen, sie umstellen, ihre Schreibweise und ihren Klang erkennen, ihre Beziehungen untereinander verstehen und sie miteinander kombinieren. Dieser komplexe Prozess bietet unzählige Möglichkeiten für handlungsorientierte und sensorische Aktivitäten, die diesen Prozess auf spielerische Weise fördern.
Erinnert ihr euch noch an das virale TikTok-Video, in dem ein Kind jeden Buchstaben von „welcome“ vorliest und der Vater danach fragt: „Was steht da?“ Und das Kind antwortet: „Teppich“ – denn lesen zu können bedeutet nicht, die Namen der Buchstaben zu kennen. Lesen zu können bedeutet, Buchstaben, Silben und Wörter flüssig miteinander zu verbinden und vor allem zu verstehen; ohne Verständnis gibt es kein Lesen.
Damit Kinder effektiv Lesen und Schreiben lernen, brauchen sie die richtigen Materialien und müssen in ihrem eigenen Tempo und zum richtigen Zeitpunkt gefördert werden.